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Dem Rauchen abschwören

Zum Jahreswechsel gehören gute Vorsätze wie der Champagner zum Silvester. Neben abnehmen und mehr Sport treiben zählt dem Rauchen abzuschwören zu den Klassikern.

Einen Königsweg gibt es dafür allerdings nicht. Und nur den wenigsten Rauchern gelingt es, im ersten Anlauf endgültig die Finger von den Zigaretten zu lassen.Dafür gibt es viele Gründe.

Einer der wichtigsten Gründe ist, dass im Tabakrauch enthaltende Nikotin. Es gehört zu den am stärksten abhängig machenden Substanzen und lässt sich mit der Wirkung des Stoffs erklären. Nikotin gelangt bereits nach sieben Sekunden ins Gehirn und bewirkt eine vermehrte Ausschüttung von Dopamin, auch als Glückshormon bekannt. Diese Sucht nach Glück macht süchtig. In der Schweiz raucht rund ein Viertel der Bevölkerung.

Wer mit dem Zigarettenrauchen aufhören will, muss dies aus Überzeugung tun. Sonst scheitert jeder Versuch kläglich. Die Entzugssymptome treten unterschiedlich stark auf. Für viele sind die ersten 72 Stunden am schlimmsten. Man ist gereizt, schwitzt vermehrt, schläft und verdaut schlechter. Ausserdem essen die meisten mehr und nehmen zu, da Rauchen den Appetit hemmt. Um diese schwierige Phase zu meistern und auch später Rückfälle zu verhindern, braucht es Durchhaltewillen. Verschiedene Tricks sind dabei hilfreich:

  • Mit sich selber einen Nichtrauchvertrag abschliessen.
  • Sich einer Gruppe oder einem Diskussionsforum mit Gleichgesinnten anschliessen.
  • Einen Notfallplan erstellen, wenn das Verlangen stark zunimmt.
  • Ersatzhandlungen für das Rauchen finden.
  • Aufschreiben und sich vor Augen führen, welche positiven Effekte – die ersten stellen sich rasch ein – die Rauchabstinenz bisher gebracht hat.
  • Nikotinersatzprodukte wie Lutschtabletten, Sprays, Nikotinkaugummis oder Pflaster einsetzen, um Entzugssymptome zu lindern.

Aufgepasst: Auch wer während Jahren keine Zigarette mehr angefasst hat, ist immer noch rückfallgefährdet. Ein kleiner, äusserer Reiz kann bereits genügen. Neue Produkte wie E-Zigaretten und erhitzter Tabak, die als «rauchfreie» Alternativen angepriesen werden, sind ebenfalls als gesundheitsschädlich zu betrachten. Ausserdem sind die Langzeitfolgen dieser Produkte noch unbekannt.

Der Tabakrauch von Zigaretten besteht aus ungefähr 4000 verschiedenen Stoffen. Davon sind 40 als krebserregend bekannt. Durch das Inhalieren gelangen die Giftstoffe in die Lunge und von dort über das Blut in den ganzen Körper. Deshalb schadet Rauchen auch fast jedem Körperorgan und führt zu verschiedenen Krebsarten. Auch ein Raucherbein, Herzschlag oder Hirnschlag sind mögliche Folgen. Rund 9500 Menschen sterben in der Schweiz jährlich frühzeitig an den Auswirkungen des Tabakkonsums.